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Schlafstörungen

Schlaf ist lebenswichtig!

Chronischer Schlafentzug führt zu vielen seelischen und körperlichen Störungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. Unser Organismus braucht die körperliche Ruhephase zur Regeneration und in unserem Gehirn finden während des Schlafs wichtige Verarbeitungsprozesse statt (z.B. die Stabilisierung des Gedächtnisses).

Schlaf ist keine Zeitverschwendung! So hat eine kürzliche Untersuchung ergebe, dass Hochleistungssportler, die einige Wochen 10 Stunden pro Tag schliefen (!), danach eine wesentlich bessere Leistungsfähigkeit hatten.

Unser Schlaf ist zugleich eines unserer sensibelsten Messinstrumente – akuter und chronischer Stress stören unseren Schlaf empfindlich. Der Schlafmangel wiederum verstärkt den Stress noch, da wir weniger leistungsfähig sind, unseren Sorgen weniger gut begegnen können und wir einfach körperlich und geistig geschwächt sind. Wenn wir uns dann hinlegen, kommt dann noch die Sorge dazu, wieder schlecht zu schlafen. So ist der Teufelskreis perfekt.
Medikamente für besseren Schlaf sind in den meisten Fällen nur eine vorübergehende Hilfe und viele davon machen noch dazu abhängig. (In manchen Fällen – nämlich z.B. wenn eine Schlafstörung Ausdruck einer Depression ist – ist allerdings eine schlaffördernde Therapie oft wichtig und notwendig. In diesem Fall kommen aber keine typischen Schlafmittel zum Einsatz, sondern antidepressive Medikamente.) Eine medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen kann daher immer nur in Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

Schlafen Sie genug?

Einige Zeichen dafür, dass Sie zuwenig oder zu schlechten Schlaf haben:

  • Liege nach dem Hinlegen häufig noch länger wach und kann nicht einschlafen.
  • Ich wache nachts immer wieder auf und kann dann nur schwer einschlafen.
  • Ich wache viel zu früh auf und kann dann nicht mehr einschlafen.
  • Ich fühle mich tagsüber oft müde und habe das Gefühl ich könnte ein Nickerchen gebrauchen.
  • Ich habe am Nachmittag einen großen Abfall meiner Energie.
  • Wenn ich mich abends hinlege, schlafe ich praktisch sofort ein.

Wie kann ich meinen Schlaf verbessern?

Hier einige Anmerkungen, wie Sie Ihren Schlaf verbessern können:

  • Viel zu oft gehen wir eigentlich zu spät schlafen – weil wir glauben noch etwas erledigen zu müssen oder vielleicht einfach vor dem Fernseher hängen bleiben. Versuchen Sie sich einmal 20 Minuten früher hinlegen und schauen Sie, ob es Ihnen tagsüber besser geht.
  • Unsere innere Uhr, die auch alle Hormone steuert, mag Regelmäßigkeit. Versuchen Sie daher, zu möglichst gleichen Zeiten schlafen zu gehen.
  • Das Bett sollte dem Schlafen vorbehalten sein. Dinge wie Fernsehen oder Diskutieren sollten woanders stattfinden.
  • Sport vor dem Schlafengehen bringt den Körper in einen Aktivitätszustand.
  • Mögliche Störfaktoren wie Lärm und Geräusche, falsche Temperatur, schlechte Luft sollten möglichst minimiert werden. So führt beispielsweise schon ein kleines nächtliches Licht oder ein Aufdrehen des Lichts in der Nacht zur deutlichen Störung von Schlaf und Biorhythmus.
  • Dass Koffein (Kaffe, schwarzer Tee) und Nikotin den Schlaf stören ist den meisten bekannt. Weniger bekannt ist aber, dass Alkohol uns zwar rascher einschlafen lässt, aber die Schlafqualität massiv stört. In der Nacht kommt es beim Abbau des Alkohols zur Aktivierung des Sympathikus und zur Störung der Schlafphasen bis zum Aufwachen.
    P.S. Koffein ist übrigens auch in vielen anderen Getränken (z.B. Cola, Energydrinks) enthalten, teilweise in Mengen die einem starken Espresso entsprechen.
  • Wenn Sie nächtliche Schlafprobleme haben, sollten Sie auf ein Nickerchen tagsüber verzichten. Wenn Sie gut schlafen, kann allerdings ein kurzer Mittagsschlaf Ihrem Nervensystem helfen, wieder „runterzukommen“ und sich zu erholen.)
  • Viele Schlafstörungen stehen mit bewussten oder unbewussten Sorgen in Zusammenhang. Schreiben Sie einmal, die Gedanken oder Sorgen, die Ihnen in der Nacht kommen, auf einen Notizblock neben dem Bett auf und entscheiden Sie, dass Sie es am nächsten Tag angehen werden. So können Sie dieses Problem besser ruhen lassen.
  • Wenn Sie schon längere Zeit an Schlafstörungen leiden, sollten Sie dies allerdings mit Ihrem Arzt besprechen. Möglicherweise sind sie doch Ausdruck einer seelischen oder körperlichen Beeinträchtigung, die behandelt werden kann und soll.

Weitere medizinische Informationen zu Schlafstörungen erhalten Sie unter:
http://www.neurologie-wien.at/index.php?page=schlafstoerungen
Schlafdoktor.at

Schlafen Sie gut!