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Wo anfangen, wenn man „so Vieles“ verändern will?

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek | Ö1 | 28.05.2021 | "Punkt1" Interview

Veränderungswünsche, Ohnmachtsgefühle, Lichtblicke.

Menschen wollen manchmal „alles hinschmeißen“. Sie stecken in einem Dilemma oder anderen „unlösbaren“ Problemen; sie fühlen sich dauerhaft beansprucht, ohne dass Erholung helfen würde; sie fürchten, es würde „noch schlimmer“ kommen, wenn sie es wagen, Belastungen abzuschütteln. Meist bleibe dann Vieles so, wie es „eben“ ist, beobachtet Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Neurologe, Vorstand der Fakultät für Psychosomatik der „Sigmund Freud Privatuniversität Wien“ sowie Leiter des „Interdisziplinären Gesundheitszentrums für Stressbewältigung und Burnout“.

Um – oft diffuse – Veränderungswünsche zu kanalisieren, gründete der Mediziner vor einigen Jahren das Netzwerk „planet Yes“. Es verbindet Fachleute und Interessierte, Städte und Regionen, Universitäten, Unternehmen und Institutionen; es regt Projekte an, leitet und begleitet sie. Mit Ausbruch der Pandemie entwickelte Wolfgang Lalouschek auch „My 21“, ein Programm, um die Widerstandsfähigkeit von Einzelmenschen wie von Teams zu stärken.

Andrea Hauer spricht mit Wolfgang Lalouschek über seine Projekte und Initiativen, über Handlungswillen und allfällige Hinderungskräfte. Warum versandet der Wunsch, etwas zu ändern, oft in Unmut und Resignation? Wo fängt man an – mit großen oder mit kleinen Änderungen?